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Motocross Enduro Ausgabe 12/2017

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Testphasen So schnell vergeht ein Jahr voller Spannung, Action, Tests und News. Ehe man sich versieht, ist die Dezember-Ausgabe produziert und Weihnachten steht vor der Tür. In dieser Ausgabe haben wir uns aufgrund vielfachen Wunsches dem Thema Extreme-Enduro-Reifen gewidmet. Da es immer mehr Extreme-Enduroveranstaltungen gibt, gibt es auch immer mehr Fahrer, die geeignete Reifen suchen und diesen möchte wir eine Hilfestellung geben. Marko Barthel und Eddie Findling haben acht Reifenpaare mit Mousse unter die Lupe genommen. Zu welchem Schluss sie gekommen sind, erfahrt ihr ab Seite 18...

TEST: GasGas EC 250 Eine

TEST: GasGas EC 250 Eine deutlich bessere Verkabelung der Elektronik und ein leichter und zuverlässiger Lithium-Ionen-Akku ist verbaut Der Motor ist bis auf den Zylinder und die Kurbelwelle noch identisch zum Vormodell. Da ist leider auch noch der Anlasser so globig angebracht und damit leicht anfällig bei Stürzen etc. FAHRBERICHT Diesmal waren wir auf dem Gelände des SHC Meltewitz e.V. unterwegs und sind neben dem umfangreichen Enduroareal auch auf der MX-Piste gefahren. Unser Testbike wurde von Mirko Anders (Inhaber RMA-Offroadshop) für den Test vorbereitet sowie bestens abgestimmt. Er war sogar selbst mit vor Ort und nahm einige Optimierungen am Fahrweg vor. Die Bedingungen für einen Test waren perfekt und wir hatten alle Möglichkeiten, um eine Enduromaschine in optimalem Milieu zu bewegen. Sitzposition/Einstellung der Bedienelemente Für uns passten Armaturen, Kupplungshebel, Bremshebel und Lenkerposition, nichts musste verändert werden. Das Verhältnis Sitzbankhöhe/ Position zum Lenker ist perfekt bei einer Größe von 1,80 m. Der Lenker ist nahe am Fahrer und somit ist eine gute Kontrolle über das Vorderrad gegeben. Auch das Fußbremspedal ist in einer passenden Höhe und so kann die korrekte Bremshaltung eingenommen werden, ohne das Knie nach vorn zu schieben. Fahrverhalten Die Außentemperatur betrug knapp 10 Grad und wir starteten die GasGas EC 250 zum ersten Mal mit dem Anlasser. Zusätzlich ist die Betätigung des oben an der Kupplungsarmatur angebrachten Chokes notwendig. Ein bisschen Zeit braucht der Zweitakter zum Warmlaufen und anschließend kann der Choke wieder geschlossen werden. Wir empfehlen jedoch, den Choke-Hebel durch den bekannten Choke zu ersetzen, der direkt auf dem Vergaser sitzt. Dadurch kann ein ungewolltes Ziehen des Chokes und ein unnötiger Bowdenzug eingespart werden. In warmem Zustand ist ein Starten schnell und zuverlässig über E-Starter und auch über den Kickstarter möglich. Wie schon bei den 300ern im Rahmen der Präsentation fühlt sich das Modell sehr angenehm und kontrollierbar an. Man fühlt sich von Beginn an mit dem Motorrad verbunden und es vermittelt eine positive Sicherheit über den gesamten Parcours. Besonders positiv ist hierbei die hohe Spurtreue, Die GasGas EC 250 glänzt mit einem sehr guten Kayaba-Fahrwerk ohne auf eine Agilität verzichten zu müssen. Gerade im Endurobereich, wo ständig irgendwelche Spurrillen, ausgefahrene Passagen oder kleine bis große Hindernisse bewältigt werden müssen, zeigt die EC 250 eine komfortable Stabilität. Das Fahrwerk besticht durch ein gutes Ansprechverhalten und eine hohe Progressivität am Hinterrad sowie am Vorderrad. Am Hinterrad tendiert es in der Serienkonfiguration jedoch etwas zum Kicken, was wir aber schnell mit Hilfe des einstellbaren Kayaba- Stoßdämpfers beseitigen konnten. Ein paar weniger Klicks an der Zugstufe waren notwendig und schon arbeitete der Stoßdämpfer schneller und bügelte nun die kurzen Streckenunebenheiten vorbildlich weg. Definitiv ist die Kayaba-Serienausstattung auf einem hohen Niveau und trägt zu einer hohen Fahrsicherheit bei. Sehr gespannt waren wir auch auf den 250er-Motor. Der hat, wie auch schon der 300er-Motor, einige Updates erhalten und arbeitet nun mit einem komplett neuen Zylinder inklusive Kurbelwelle. Der Motor fühlt sich deutlich agiler/spritziger an als der große Bruder. Die Leistungsentfaltung ist dennoch deutlich Enduro-affin, aber es macht irgendwie mehr Laune als mit der 300er über den Parcours zu düsen. In Sachen Drehmoment ist genug Leistung vorhanden, um auch längere Auffahrten oder anspruchsvolle Hindernisse zu bewältigen. Bei der schnellen Fahrt über die MX-Piste gefällt uns besonders das schnelle, agile Hochdrehen des Motors. In Sachen Spitzenleistung kann man auch nicht meckern, hier dreht der Motor weit nach oben und verfügt über genug Durchzug von unten bis oben. Auch hier ist ein deutlicher Unterschied zum alten GasGas-Modell zu spüren und die Entwicklung hat einen guten Schritt nach vorn gemacht. Die Nissin-Bremsen überzeugen ebenfalls mit einer sehr guten Performance. Besonders in Sachen Dosierbarkeit, lässt sich das Motorrad punktgenau dirigieren. Gibt es auch etwas Negatives zu berichten? Nun ja, wir haben fahrtechnisch keine negativen Eigenschaften feststellen können. Was uns etwas missfällt, ist der unter dem Kotflügel angebrachte Griff links und rechts, um das Motorrad am Heck anzuheben. Vielleicht kann eine Griffmulde so angebracht werden, dass man sich die Handschuhe nicht komplett voller Schlamm beim Anheben macht. Die neuen Fußrasten sind zwar breiter geworden, aber der Grip ist nicht unbedingt der beste, sodass wir ab und zu abrutschten. Fazit Einen klaren Sprung nach vorn hat GasGas mit der neuen EC 250 gemacht. Damit braucht man sich nun nicht mehr vor der Konkurrenz zu verstecken. Die Fahreigenschaften sind deutlich Enduro-affin und vermitteln Fahrspaß pur. Dank des Kayaba- Fahrwerks ist das Modell auch für den Sportfahrer geeignet und kann direkt beim nächsten Wettkampf eingesetzt werden. Laut Händler geht die Ersatzteilversorgung für die neuen Modelle schnell und unkompliziert vonstatten und bei einem Preis von 8400,- Euro ist die GasGas EC 250 eine echte Alternative zu manch anderer Sportenduro auf dem Markt. 42 MCE Dezember '17

Über GasGas Seit der Gründung 1985 hat sich Gas- Gas dem Offroadsport verschrieben. Einer Leidenschaft, durch die in den letzten drei Jahrzehnten einzigartige Motorräder geschaffen wurden, die GasGas zu einer der führenden Offroadmarken machten. Eine Vielzahl von nationalen und internationalen Siegen und Meisterschaftserfolgen in der Trial-, Enduro- und Rallye-Raid- Welt sowie mehrere Weltmeistertitel im Trialsport zeugen hiervon. Anfang 2016 wurde GasGas von der spanischen Torrot-Electric-Gruppe übernommen. Durch das zusätzliche Know-how und nicht zuletzt auch durch die enorme Kapitalkraft der Torrot-Electric-Gruppe erfährt Gas- Gas derzeit eine bis dato ungeahnte Entwicklung. Bereits im Herbst 2016 wurde ein komplett überarbeitetes Trialmotorrad auf den Markt gebracht, die TXT GP. Bei den Enduros konnte man sogar noch ein Stück weitergehen. Auf der EICMA 2016 wurde die komplett neu entwickelte EC PHOENIX vorgestellt, die die gesamte Fachpresse verblüffte. Aktuell arbeitet die katalanische Marke, die bereits auf fünf Kontinenten und in über 50 Ländern vertreten ist, an der Ausweitung ihrer Produktpalette. Ziel ist es, alle Wünsche der Offroad- Liebhaber zu erfüllen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Quelle: GasGas)

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