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Motocross Enduro Ausgabe 04/2017

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FACTS Christophe

FACTS Christophe Charlier für Husky in der Enduro-WM Der französische MX-Profi Christophe Charlier galt bisher als reiner Motocross-Spezialist und konnte in der Vergangenheit einige Erfolge in der Motocrossweltmeisterschaft verbuchen. Im Jahr 2009 gewann er die 250er-Europameisterschaft vor Ken Roczen, doch der Durchbruch an die absolute Weltspitze blieb dem Husqvarna-Werksfahrer bisher verwehrt. In solchen Fällen ist ein Tapetenwechsel oft ein geeignetes Mittel, um für neue Motivationsschübe zu sorgen. Im Falle des Franzosen sieht dieser Tapetenwechsel einen Neuanfang in der Enduroweltmeisterschaft vor. Charlier bleibt bei Husky unter Vertrag und wird in die EnduroGP-Kategorie wechseln. Dort gilt er in der kommenden Saison zwar als Rookie, dass aber derartige Sprünge ins kalte Wasser durchaus von Erfolg gekrönt sein können, haben zahlreiche Piloten in der Vergangenheit bewiesen. Der 25-Jährige verlässt die MX-Szene nach sechs Saisons und soll nun in die Fußstapfen derer treten, die eben genau diesen Schritt vor ihm gewagt haben. • Text: Marco Burkert; Foto: Husqvarna Yamaha präsentiert Enduro-WM Line-Up in Italien Der Start zur neuen Saison in der Enduroweltmeisterschaft steht unmittelbar bevor. Das Line-up des Yamaha-Werksteams wurde Anfang Februar in Gerno di Lesmo, Italien, vorgestellt. Die Blauen gehen in diesem Jahr mit dem Franzosen Loïc Larrieu und dem Briten Jamie McCanney auf Titeljagd. Im vergangenen Jahr konnte sich das Outsider-Yamaha-Enduro-Team zurück ins Geschehen kämpfen und einige Achtungserfolge einfahren. Zweimal gelang es, den Tagessieg zu holen, insgesamt stand das Team neunmal auf dem Podium. Für 2017 wird man in den Klassen EnduroGP und E2 versuchen, an die Erfolge der vergangenen Saison anzuknüpfen. Mit von der Partie ist auch Junior Mikael Persson, der unter der Flagge von Johansson Yamaha antreten wird. Das Team Johansson Yamaha ist der offizielle Vertreter von Yamaha in der Enduro-Juniorenkategorie und wird von Joakim Johansson geleitet, seines Zeichens selbst ehemaliger WM-Pilot. Das schwedische Team freut sich zudem sehr über die Rückkehr von Mikael Persson, der 2015 den FIM Youth Cup-Titel auf einer modifizierten YZ 125 holte. • Text: Marco Burkert; Foto: Yamaha Fabio Farioli Enduro-WM: Sanders und Garcia zu Farioli Der Transfermarkt ist seit der EICMA 2016 in ständiger Bewegung. Das ist soweit nichts Neues. Neuigkeiten hingegen brachte die Meldung, dass US-Boy Taylor Robert nicht länger Bestandteil des KTM Factory Racing Line-ups ist. Dies war etwas verwunderlich, denn Robert kam gegen Ende der Saison 2016 immer besser in Fahrt und überzeugte mit hervorragender Performance. Alle hatten eigentlich erwartet, dass der Amerikaner nun 2017 für KTM in der EnduroGP an den Start gehen würde – weit gefehlt! Auch Ivan Cervantes fiel durchs Raster des Teams und wird 2017 nicht im Kader von Fabio Farioli stehen. Um die beiden zu ersetzen, verpflichtete Farioli die jüngere Generation in Form von Daniel Sanders (22 Jahre) und Josep Garcia. Der Australier und der Spanier sind jeder für sich talentierte Nachwuchspiloten, die bereits in der Vergangenheit für Aufsehen sorgten. Überraschend dabei – Garcia wechselt somit von Husqvarna zu KTM und wird dabei auch in einer neuen Klasse starten. Der 20-Jährige pilotiert 2017 eine 250er Viertakt in der E2. Sanders hingegen hat den Sprung in die EnduroGP- Klasse geschafft, jedoch steht die Wahl des Bikes noch aus. Damit hat der erfahrene Teamchef Fabio Farioli für eine echte Überraschung gesorgt. Neben den beiden Youngstern gehen außerdem noch Christophe Nambotin und Nathan Watson für die Mattighofener ins Rennen. Damit fixiert KTM den Titelgewinn in der WM ganz klar an und schickt ein enorm starkes und junges Team ins Rennen. • Text: Marco Burkert; Foto: KTM/Future7Media Enduro Masters 2017 mit vielen Neuerungen Die seit 2010 erfolgreich in Österreich etablierte Enduro-Masters-Rennserie geht 2017 mit vielen Neuerungen in die siebte Saison. Es gibt neue Klasseneinteilungen und insgesamt fünf Rennen im Kalender, wobei auch in Oberösterreich wieder eine Veranstaltung stattfindet. Was bleibt, ist der garantierte Endurospaß. „Unser Anspruch war immer, den Sport und den Spaß am Endurofahren in den Vordergrund zu stellen – ohne Funktionärswesen und vor allem ohne übertrieben-nerviges Reglement. Startflagge, Stoppuhr und eine abwechslungsreiche Strecke. Das ist es, was die Enduro-Masters-Serie auch 2017 sein will“, sagt Schirmherr Terra-X-Dream-Chef Joe Lechner. Letztlich habe man sich auch dazu entschlossen, die Serie einfacher und übersichtlicher zu machen sowie die Staatsmeisterschaftswertungen wegzulassen. Statt der Teilung in Profiund Hobbyklassen gibt es in der Enduro-Masters-Serie 2017 nun vier Einzelklassen, die nach dem Geburtsjahr eingeteilt werden. Lechner: „Somit sind die Diskussionen, ob nicht doch jemand in der Hobbyklasse verkehrt ist und eher in die Profiklasse gehört, beendet.“ Neu ist eine spezielle Juniorenklasse. Laut Lechner soll hier insbesondere den Talenten, die beispielsweise aus dem überaus erfolgreichen 5/18-Cup kommen, ein neues Terrain geboten werden. Vorerst ein Pilotprojekt ist die Mixed Team-Klasse, die es beim Masters-Saisonauftakt am 1. und 2. April in Wimpassing erstmals geben wird. „Ob daraus eine Jahreswertung wird, wird in dieser Klasse die Starterzahl entscheiden“, so Lechner. In der Mixed-Klasse muss die Pilotin zumindest ein Drittel der Gesamtrunden absolvieren. Ein Rennen der insgesamt fünf Veranstaltungen umfassenden Masters-Serie findet 2017 wieder in Oberösterreich statt. Am 27. August geht es auf dem international bekannten Spielplatz des HSV Ried in Mehrnbach bei einem 3-Stunden- Rennen auch um Masters-Punkte. Weitere Infos unter www.enduromasters.at • Foto: Niki Peer 12 MCE April '17

Graham Jarvis gewinnt Hell’s Gate Der Brite zählt ohne Zweifel zu den erfahrensten Extreme-Enduro-Spezialisten weltweit. Genau das hat Jarvis wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, indem er zum fünften Mal den Extreme-Enduro-Klassiker Hell’s Gate für sich entschied. Das mittlerweile legendäre Rennen in der Toskana ist dem Haudegen wie auf den Leib geschneidert und hält jährlich wahrhaft knifflige Passagen bereit. Technisch wie konditionell fordert das Hell’s Gate alles von seinen Protagonisten. Jarvis ließ sich davon nicht beeindrucken und gewann bereits das Qualifikationsrennen, bevor er im dreistündigen Finallauf über sich hinauswuchs. Zunächst ging hier der Südafrikaner Wade Young in Führung und konnte sich etwas von Jarvis absetzen. Young bekam allerdings zunehmend Probleme mit seinem hinteren Reifen und konnte den hohen Speed nicht mehr halten. Jarvis witterte seine Chance, zog an Young vorbei und war fortan nicht mehr zu bremsen. Auch Travis Teasdale (RSA, KTM) profitierte von den Problemen seines Landsmanns Young und konnte diesen passieren. Um an Jarvis heranzukommen reichte es jedoch nicht. Teasdale finishte mit vier Minuten Rückstand gegenüber dem Altmeister auf Rang 2. Wade Young rettete sich trotz technischer Schwierigkeiten auf Rang 3 ins Ziel, knapp vor seinem Teamkollegen Mario Roman (Spanien). Der Österreicher Phillip Bertl (Beta) komplettierte sehr zur Freude seiner Fans die Topfünf. Weniger glücklich verlief der erste Auftritt des frischgebackenen Husqvarna-Werksfahrers Billy Bolt. Der talentierte Brite haderte mit den Bedingungen in Italien und zerstörte zu allem Überfluss im Finale die hintere Bremse seines Arbeitsgerätes. Zwar erreichte Bolt das Ziel, aber mit derart stumpfen Messern war mehr einfach nicht drin. • Text: Marco Burkert; Foto: KTM/Future7Media Enduro-DM Uelsen: Dennis Schröter mit Auftaktsieg Traditionell startete in diesem Jahr die DEM wieder in Uelsen. Das für seinen sandigen Boden bekannte Rennen war ganz nach dem Geschmack von Dennis Schröter. Der Husqvarna-Pilot drückte der Veranstaltung seinen Stempel auf und gewann sowohl den ersten als auch den zweiten Tag der Doppelveranstaltung. Damit zeigte Schröter, dass er in der langen Winterpause nichts verlernt hat und es in diesem Jahr noch einmal wissen will. Ihm gegenüber stand gleich eine ganze Armada von jungen talentierten Piloten, die es dem Haudegen zeigen wollten. Am Samstag biss sich Davide von Zitzewitz die Zähne aus und fand trotz größter Bemühungen keinen Weg, um Schröter von Platz 1 zu verdrängen. Am Sonntag bekam es Schöter mit gleich zwei Niederländern, den Brüdern Wesley und Thierry Pittens, zu tun. Doch auch ihnen gelang es nicht, den äußerst erfahrenen Schröter vom Thron zu stoßen. Der Klassensieg in der Overall-Wertung und die damit verbundene Meisterschaftsführung ging somit an Dennis Schröter. Den ausführlichen Bericht lest ihr in der nächsten Ausgabe. • Text u. Foto: Marco Burkert WWW.ZUPIN.DE / INFO@ZUPIN.DE PHONE +49 8669 848 110

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